BEWERBUNGSTIPPS FÜR DIE AUSBILDUNG

Bewerbungstipps

Nach 20 Jahren Erfahrung am Markt haben wir schon zahlreiche Bewerbungen erhalten und viele Vorstellungsgespräche geführt. Neben einigen tollen Bewerbungen erhielten wir leider auch immer wieder einige weniger gut gelungene.

Die Fehler sind häufig die gleichen und wiederholen sich von Bewerber zu Bewerber. Eines ist klar: sie sind vermeidbar. Deshalb möchten wir mit den folgenden Bewerbungstipps eine Hilfestellung für jeden angehenden Azubi anbieten.

DEIN PROFIL IM INTERNET

DEINE SPUREN IM NETZ

Personaler verlassen sich heutzutage nicht mehr nur auf das, was du in deiner Bewerbung von dir schreibst, sondern nutzen auch das Web, um sich über ihre Bewerber gründlich zu informieren. Sie schauen danach, welchen Eindruck du in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co. oder anderen Internet-Communitys hinterlässt. Wenn man mehr mit peinlichen Partyfotos und mit politisch fragwürdigen Kommentaren als mit anregenden Diskussionen glänzt, hat man durchaus ein schlechtes Blatt auf der Hand. Darum solltest du überprüfen, welche Informationen über dich im Internet verfügbar sind und welche eventuell einen negativen Eindruck hinterlassen. Ein professionelles Foto und eine ansprechend gestaltete Profilseite kann viel bewirken. Achte darauf, dass deine privaten Informationen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Häufig lassen sich Privatsphäre-Einstellungen dazu nutzen, bestimmte Infos zu verbergen und stattdessen die gewünschten, hilfreichen Infos zu präsentieren, die dich ins rechte Licht rücken.

PROFILE AUF XING, LINKEDIN ETC.

Karriere-Websites wie XING oder LinkedIn bieten dir den Vorteil, dass du über dein Online Profil von Unternehmen gefunden wirst, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Mit deinem hinterlegten Lebenslauf kannst du dich schnell und unkompliziert auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Mit einem vollständig und sorgfältig ausgefüllten Profil hast du neben deinen weiteren Bewerbungsbemühungen eine solide Ergänzung und ein professionelles Erscheinungsbild im Netz. Während Facebook eher für den Privatgebrauch verwendet wird und alle Zielgruppen dort vertreten sind, ist XING ausschließlich für Arbeitsuchende und Arbeitgeber. Die Chance, dass man auf dich aufmerksam wird, ist also größer.

PROFIL VERBESSERUNGEN

Dein Online Profil solltest du dazu nutzen, um dich von deiner besten Seite zu zeigen. Dabei sollten die Informationen, die du von dir preisgibst, relevant und vor allem korrekt sein. Unwichtige Infos, wie z.B. auf welcher Grundschule du warst oder wieviele Geschwister du hast, spielen dabei keine Rolle. Ein Personaler eines Unternehmens möchte wissen, welche Schulbildung du erreicht und welche Praktika du absolviert hast. Die Ergänzung von Sprach- oder sonstigen relevanten Qualifikationen kann ebenso von Vorteil sein. Wir von der RTO sind z.B. stets auf der Suche nach sprachbegabten Mitarbeitern für die Betreuung unseres internationalen Kundenstamms. Dein Lebenslauf sollte eine klare Linie aufweisen und aufzeigen, welche Stationen dein bisheriger Werdegang beinhaltet und wie die einzelnen Entscheidungen aufeinander aufbauen.

Im Folgenden findest du unsere besten Bewerbungstipps rund um die Online Bewerbung, das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf, das Vorstellungsgespräch und die ersten Tage während der Probezeit.

E-MAIL BEWERBUNG

DER BETREFF

Wenn du dich auf eine ausgeschriebene Stelle per E-Mail bewirbst, solltest du darauf achten, dass der Betreff möglichst eindeutig formuliert ist, sprich die genaue Stellenbezeichnung und den Ort beinhaltet. Das hilft dem Personaler im Unternehmen, Deine Bewerbung sofort und exakt zuzuordnen. Auf allgemeine Betreffzeilen wie „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“ solltest du deshalb lieber verzichten.

DER EMPFÄNGER

Häufig ist es so, dass Unternehmen für Bewerbungen ein eigenes Postfach bereitstellen, wie z.B. bewerbungen@rto.de. In diesem Fall, wenn nicht anders ausgewiesen, sollte die Bewerbung auch dort hin gesendet werden. Bewerbungen an allgemeine Postfächer wie info@rto.de sollten dagegen vermieden werden. Grundsätzlich sollte man sich die Mühe machen und den Namen des Ansprechspartners recherchieren, an den die Bewerbung gesandt wird, um unpersönliche Anreden zu vermeiden. Eine persönliche Anrede ist zum einen höflicher und zum anderen stellst du damit sicher, dass deine Bewerbung an die richtige Person weitergeleitet werden kann.

DER ABSENDER

Verwende eine seriöse E-Mail Adresse, um einerseits einen professionellen Eindruck zu machen und anderseits zu verhindern, dass Deine E-Mail ungelesen im Spam-Ordner landet. Gmail ist zu empfehlen, weil es neutral und zeitgemäß ist. Die meisten Punkte sammelst du jedoch mit einer eigenen Domain, denn das unterstreicht dein digitales Verständnis, besonders im Online Marketing. Deine E-Mail Adresse sollte Rückschlüsse auf deine Person zu lassen. Im Idealfall sind Vor- und Nachname zu verwenden, wie zum Beispiel lisa.mueller@gmail.com. Mit Spaß-Adressen wie danceyourassoff@gmx.de hinterlässt du wahrlich keinen seriösen Eindruck und solltest diese daher unbedingt bei einer Bewerbung vermeiden.

DER INHALT

Das Bewerbungsschreiben sollte bei der E-Mail-Bewerbung nicht an den Anhang geheftet, sondern direkt in das E-Mail Fenster kopiert werden. Somit spart sich der Personaler einen Klick und sieht die wesentlichen Informationen des Anschreibens direkt auf den ersten Blick. Rechtschreibfehler werden selbstverständlich nicht gerne gesehen. Als Generalprobe ist es hilfreich, die E-Mail zunächst an Freunde und sich selbst zu senden, bevor sie an das Unternehmen verschickt wird.

DIE ANHÄNGE

Um dem Personaler die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern, solltest du deine Anhänge (Deckblatt, Lebenslauf und Zeugnisse) in einer Datei zusammenfassen und als PDF speichern. Auf andere Dateiformate, wie .docx sollte verzichtet werden, um sicherzustellen, dass Formatierungen wie gewünscht erhalten bleiben oder das Dokument vom Empfänger überhaupt geöffnet werden kann. Wenn die Bewerbung nicht geöffnet werden kann, wird sie prompt gelöscht. Einhundert Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung sind keine Seltenheit. Je weniger einzelne Dokumente er öffnen muss, desto schneller können Bewerbungen abgearbeitet werden. Die Datei sollte eindeutig benannt werden, damit sie besser zugeordnet werden kann, zum Beispiel Bewerbung_Lisa_Mueller.pdf. Auf das Deckblatt gehört eine Auflistung der einzelnen Unterlagen in der richtigen Reihenfolge. Somit weiß der Personaler schon vor dem Durchblättern oder Scrollen, welche Dokumente ihn erwarten. Grundsätzlich sollten nur die wichtigsten Unterlagen verschickt werden. Die Dateigröße von 4MB sollte nicht überschritten werden, da es ansonsten passieren kann, dass deine Bewerbung nicht oder mit Verzögerung zugestellt wird. Außerdem zeigst du damit Dein technisches Verständnis, da du weißt, wie man ein PDF komprimiert. Manche E-Mail Provider akzeptieren außerdem nur Anhänge bis zu einer bestimmten Dateigröße.

BEWERBUNG PER ONLINE FORMULAR

DARSTELLUNG DER QUALIFIKATIONEN

Das Bewerbungsverfahren über Online Formulare ist für Arbeitsuchende oftmals nicht sehr beliebt, weil befürchtet wird, die eigenen Qualifikationen nicht optimal darstellen zu können. Wer die Besonderheiten des Online Bewerbungsformulars nicht kennt, der möge Recht behalten.

WAS SIE BEACHTEN SOLLTEN

Die meisten Online Bewerbungsformulare sind standardisiert, das heißt der Personaler hat die Möglichkeit über eine Suchfunktion eine Liste der passenden Bewerber zu erhalten. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass du möglichst alle verfügbaren Felder ausfüllst. Andernfalls findet dich der Personaler möglicherweise nicht oder deine Chancen gefunden zu werden, sind zumindest verringert.

SCHLÜSSELBEGRIFFE

Informiere dich über die für deinen Ausbildungsplatz relevanten Schlüsselqualifikationen. In die Freitextfelder der Online Formulare solltest du diese Begriffe dann auch eintragen für den Fall, dass der Personalverantwortliche eben diese in die Freitextsuche eingibt. Somit stellst du sicher, dass dein Name in der Ergebnisliste auftaucht.

SORGFALT

Ein standardisiertes System schützt vor Fehlern nicht. Besonders in den Freitextfeldern kommt es immer wieder zu Rechtschreibfehlern, Buchstabendrehern und Groß- und Kleinschreibungsfehlern, was beim jeweiligen Personalmitarbeiter schlecht ankommt. Bei falsch geschriebenen Wörtern riskierst du es außerdem, unter eben diesem Begriff nicht gefunden zu werden, wenn der Personaler danach sucht. Achte darauf, dass du auch hier auf Höflichkeit setzt und keine Abkürzungen oder Umgangssprache verwendest. Ein solches System verleitet zu abgehakten Sätzen oder Stichpunktstil. Schreibe ausführliche Sätze, wie bei einem normalen Anschreiben auch.

AUF DIE STÄRKEN KONZENTRIEREN

Nutze die begrenzten Freitextfelder, um auf den Punkt zu kommen und verzichte auf langatmige Sätze, irrelevante Stationen aus Deinem Lebenslauf oder gar inhaltslose Floskeln. Konzentriere dich darauf, deine Stärken zu erläutern, um zu überzeugen. Warum passt Dein Profil auf die ausgeschriebene Stelle? Welchen Gewinn hätte das Unternehmen mit dir? Das sind die Fragen, die es aussagekräftig zu beantworten gilt. Sätze wie „Wenn Ihnen mein Profil gefällt…“ sind eher unangebracht.

ANHÄNGE

Auch hier gilt wieder: Fasse alle deine Dateien zu einer PDF zusammen und lade sie komprimiert hoch – es sei denn es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Dateien einzeln hochzuladen sind. Auf andere Dateiformate, wie Word oder Excel sollte verzichtet werden. Benutze nach Möglichkeit keine unnötigen Sonderzeichen, wie Sternchen oder Rauten und benenne die Datei eindeutig.

TESTEN

Du investierst Stunden, um das Online Formular gewissenhaft auszufüllen und dann stürzt die Website beim Abschicken der Bewerbung plötzlich ab. Wem das Szenario bekannt vor kommt, der weiß wie ärgerlich das ist. Damit du dir die ganze Mühe nicht umsonst gemacht hast, solltest du das Formular unbedingt vorher testen. Bei den meisten Online Bewerbungsformularen gibt es eine Vorschaufunktion. Damit kannst du im Vorfeld sehen, welche Angaben und Anhänge dich erwarten und dir die nötigen Unterlagen vorab zurecht legen. Suche nach automatischen Hilfen wie FAQ, um sicherzustellen, dass du das System richtig bedienst.

DAS ANSCHREIBEN

Das Bewerbungsanschreiben ist dazu da, seine eigenen Stärken gezielt zu vermitteln, denn das Unternehmen erhofft sich durch dich einen Gewinn bzw. Mehrwert. Daher sollte das Anschreiben folgende Fragen beantworten:

  • Wer bist du?
  • Was sind Deine Qualifikationen?
  • Aus welchen Gründen bewirbst du dich?
  • Warum bist gerade du so gut für die Ausbildung geeignet?

FORMALE KRITERIEN

Beim Anschreiben ist auf Sorgfalt zu achten. Flüchtigkeitsfehler oder die Missachtung formaler Standards können schnell dazu führen, dass deine Bewerbung aussortiert wird. Achte daher besonders auf zuviele Leerzeichen zwischen zwei Worten, unterschiedliche Abstände, verschiedene Schriftarten, zu verspielte Schriftarten, unterschiedliche Schriftgrößen oder unterschiedliche Zeilenabstände. Deine Bewerbung soll einen seriösen Eindruck hinterlassen. Auf allen Dokumenten sollte dieselbe Schriftart, immer Schwarz auf weiß, verwendet werden. Die Schriftart sollte grundätzlich nicht auffallen, sondern schlicht, modern und gut lesbar sein.

Bei der postalischen Bewerbung, wird das Anschreiben nicht mit in die Bewerbungsmappe, sondern lose oben drauf in den Umschlag gesteckt. Bei der E-Mail Bewerbung sollte das Anschreiben nicht nur in das E-Mail Fenster kopiert werden, sondern zusätzlich auch als Anhang mit hinzugefügt werden, da der Personaler so Deine Bewerbung mit wenigen Klicks speichern und ablegen kann.

DAS BEWERBUNGSFOTO

Der erste Eindruck zählt. Daher ist ein professionelles Bewerbungsfoto Voraussetzung. Sechzig Euro beim Fotografen sind eine Investition in die eigene Zukunft. Dabei muss es nicht immer eine Krawatte oder ein Anzug sein. Das Foto sollte zum Job passen. Es macht einen Unterschied, ob man sich zum Beispiel als Bankkaufmann oder für eine Ausbildung als Mediengestalter bewirbt.

DAS DECKBLATT

Das Deckblatt bildet den ersten Eindruck Deiner Bewerbung auf den Personalmitarbeiter. Es sollte ansprechend sein und Informationen wie den Titel der Ausbildungsstelle und deine Stammdaten (Name, E-Mail-Adresse, Adresse, Telefonnumer) enthalten. Außerdem sollte eine Liste der Unterlagen in der korrekten Reihenfolge darauf stehen, um dem Personaler einen Einblick zu geben, welche Unterlagen ihn erwarten. Bei kreativen Ausbildungsberufen ist es durchaus gewünscht, sein Deckblatt etwas interessanter zu gestalten als nur mit einem weißen Hintergrund. So weckst du erstens Aufmerksamkeit und unterstreichst zweitens deine Leidenschaft für den Beruf und gibst einen ersten Eindruck in deine Fähigkeiten. Allerdings sollte man auf eine elegante Optik achten und es nicht zu verspielt gestalten.

Bewerbungstipps: Anschreiben

DER LEBENSLAUF

ROTER FADEN

Einer der wohl wichtigsten Bewerbungstipps ist der Lebenslauf. Er sollte nicht nur dafür verwendet werden, alle bisherigen Praktika und Nebenjobs einfach aufzulisten. Nichts ist in den Augen eines Personalers langweiliger als unpersönliche Standardbewerbungen. Nutze den Lebenslauf, um Schwerpunkte zu setzen und auf deine Kernkompetenzen hinzuweisen. Die Stationen deines Lebenslaufs sollten zur Ausbildungsstelle passen. Mit einem Praktikum im Zoo wirst du nicht glänzen können, wenn du dich auf eine Ausbildung als Fachinformatiker / -in bewirbst. Die einzelnen Praktika sollten sich im Idealfall ergänzen, aneinander anknüpfen oder aufeinander aufbauen.

AUSSAGEKRAFT

Die einzelnen Stationen Deines Lebenslaufs sollten aussagekräftig formuliert werden, um dein Profil abzurunden und klar zu definieren. Der Personaler hat die Aufgabe, hunderte von Bewerbungen durchzuschauen und anhand deiner Kompetenzen herauszufinden, in welchen Bereich du am besten passt und wie gut du für die Firma geeignet bist. Je mehr man ihm die Aufgabe mit aussagekräftigen Formulierungen erleichtert, desto besser sind auch deine Chancen.

SINNVOLLE STRUKTUR

Unter dem Stapel an Bewerbungsunterlagen kann deine positiv hervor stechen, wenn du deine Schlüsselkompetenzen so knapp und übersichtlich wie möglich auf den Punkt bringst. Länger als zwei Seiten sollte der Lebenslauf nicht sein. Dadurch erleichterst du dem Personalmitarbeiter die Arbeit deutlich.

BEI DER WAHRHEIT BLEIBEN

Manch ein Bewerber neigt dazu, seinen Lebenslauf unwahrheitsgemäß aufzupolieren und zu dick aufzutragen, um die ausgeschriebene Stelle zu bekommen. Mache diesen Fehler nicht, denn Personaler sind darin geübt, selbst kleine Flunkereien zu erkennen. Spätestens am Telefon oder im Vorstellungsgespräch wird an entsprechender Stelle nachgehakt und dann bist du in Erklärungsnot und verrätst dich unterbewusst durch nervöse Mimik und Gestik. Lügen im Lebenslauf sind wie auch sonst überall im Leben ein Charakterdefizit. Du musst dich nicht dafür schämen, dass du weder über ein abgeschlossenes Jura-Studium noch über mehrere Auslandspraktika verfügst. Als Auszubildender ist man noch jung und hat viele Meilensteine in der Karriere noch vor sich. Sei authentisch und überzeuge mit Deiner Persönlichkeit.

WAS DU WISSEN SOLLTEST

Angaben wie Staatsangehörigkeit, Beruf der Eltern oder Anzahl der Geschwister sind mittlerweile überholt. Beginne deinen Lebenslauf mit der aktuellen Station, deiner momentanen Schule oder den zuletzt erzielten Abschluss. Erst danach machst du die Angaben zu den zuvor besuchten Stationen. Solltest du zuvor studiert haben, kannst du diesen Teil Deiner Laufbahn etwas ausführlicher behandeln. Neben dem Namen der Uni, dem Studienfach und dem Grad des Abschlusses ist auch die Gesamtnote zu nennen. Bei den absolierten Praktika gibst du nur diejenigen an, die auch zum Ausbildungsberuf passen. Auf Angaben zu Hobbys, wie zum Beispiel Lesen oder Reiten kannst du gänzlich verzichten, es sei denn, sie stehen in Bezug zu den Anforderungen in der Ausbildung. Wenn du dich bspw. für eine Ausbildung im Bereich Online Marketing bewirbst und deinen privaten Blog erwähnst, mit dem du schon Erfahrungen gesammelt hast, ist das  wiederum sinnvoll.

DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH

GUTE VORBEREITUNG

Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen hast, hast du bei deiner Bewerbung alles richtig gemacht. Jetzt nur keine kalten Füße bekommen. Durch mangelnde Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch kannst du deinen guten ersten Eindruck sonst wieder verlieren. Die meisten Fehler sind vermeidbar. Darum setze dich mit dem Unternehmen vorab gut auseinander.

ANSPRECHPARTNER NICHT VERGESSEN

Bevor du dich in die peinliche Situation manövrierst und dich am Empfang des Unternehmens anmeldest und den Namen des Mitarbeiters vergessen hast, mit dem du den Vorstellungstermin hast, nimm das Einladungsschreiben mit, damit du vorher nochmal nach dem Namen schauen kannst.

GUT INFORMIERT SEIN

Ein Klassiker unter den Fragen, die ein Bewerber von Unternehmen gestellt bekommt ist „Was wissen Sie über uns?“. Mangelndes Wissen kann oft peinlich werden, besonders wenn ein Branchenmarktführer die Antwort „Sie machen irgendwas mit Medien“ von einem Bewerber zu hören bekommt. Das zeugt nicht nur von geringer Wertschätung, sondern kann auch relativ schnell das Ende des Gesprächs einleiten. Um deine Eignung für die Ausbildungsstelle zu begründen, solltest du dich auch mit den Anforderungen und Tätigkeiten des Berufs auseinander setzen.

ÜBERLEGTE KRITIK

Es ist schön, wenn du Ideen einbringen möchtest, allerdings solltest du darauf achten, dass deine Kritik angemessen und zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Wenn du direkt im Vorstellungsgespräch den Firmenauftritt oder die Produkte kritisierst, wird sich der Personaler fragen, wieso du dich dann für das Unternehmen entschieden hast, wenn du soviel Negatives findest. Auch wenn es nicht absichtlich geschieht – gib deinem Gegenüber nicht das Gefühl, seine Zeit zu verschwenden, zumal ein Personaler für das Personal und nicht für Produktpolitik und Marketing zuständig ist.

DIE EIGENEN UNTERLAGEN KENNEN

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist, seine eigenen Unterlagen zu kennen – schaue sie dir sicherheitshalber vorher nochmal, damit du im Gespräch glaubwürdig und selbstbewusst auftreten kannst. Nichts ist peinlicher, als wenn du deine einzelnen Stationen deines Lebenslauf nicht mehr zusammen bekommst und stattdessen zu stammeln beginnst.

GUTE SELBSTPRÄSENTATION

Auch auf die eigene Präsentation kann man sich gut vorbereiten. Das Internet ist voll mit möglichen unangenehmen Fragen bei Bewerbungsgesprächen. Die Klassiker sind die nach den Stärken und Schwächen. Wer hier souverän auftritt, der wirkt qualifiziert. Dabei sollte man zum einen ehrlich sein und zum anderen darauf achten, dass man seine Schwächen nicht als charakterliche Defizite darstellt, sondern als formbare Eigenschaften. Schwächen können mit Selbstreflektion und Arbeit an sich selbst ausgeglichen werden. Die Stationen des Lebenslauf sollten nicht einfach nur aufgezählt, sondern flüssig und gut begründet präsentiert werden. Wer unsicher oder schüchtern ist, sollte das Reden und die Selbstpräsentation vor Freunden oder Familie üben.

EIGENE FRAGEN MERKEN

Mit Fragen, die du deinem Gegenüber stellst, signalisierst du Interesse am Unternehmen. Wenn du aufgefordert wirst, Fragen zu stellen, solltest du deshalb auch welche parat haben. Damit du vor Aufregung deine Fragen nicht vergisst, notiere sie dir und lege deine Notizen während des Gesprächs vor dir hin. Deine Fragen sollten sich auf inhaltliche Aspekte beziehen. Fragen nach Überstunden oder dem Betriebsklima kommen nicht gut an. Im Idealfall läuft es so, dass du dich nicht zu sehr auf deine vorbereitetenden Fragen versteifst, sondern bei Dingen nachhakst, die im Vorstellungsgespräch angesprochen wurden. Du greifst das Thema also nochmals auf, indem du es kurz zusammenfasst und stellst daraufhin deine Frage. Das nennt man aktives Zuhören.

DIE ERSTEN TAGE IN DER AUSBILDUNG

Während der ersten Tage deiner Ausbildung solltest du sehr aufmerksam und sorgfältig sein, denn in dieser Zeit gibt es jede Menge von den Kollegen zu lernen. Auch hier gilt: Fragen stellen. Fragen stellen bedeutet Interesse und nicht, dass man überfordert ist. Bevor man etwas nicht richtig versteht und seine Aufgabe daraufhin falsch erledigt, sollte man lieber direkt am Anfang nachfragen, um sicher zu gehen. Damit signalisierst du außerdem dein Qualitätsbewusstsein.

Wenn du unsicher bist, ob du einen Kollegen siezen oder duzen sollst, entscheide dich für das „Sie“. Lasse die Kollegen den ersten Schritt machen, denn nichts ist peinlicher, als wenn man in das Fettnäpchen tritt und einen älteren, in der Hierarchie höher stehenden Kollegen mit einem „Du“ überrumpelt. Sofern es branchen- oder firmenüblich ist, werden die Kollegen dir das „Du“ bei einer passenden Gelegenheit anbieten. Das waren unsere wesentlichen Bewerbungstipps. Im Folgenden findest du noch Infos zur Probezeit.

DIE PROBEZEIT

ZEIT DER ORIENTIERUNG

Die Probezeit ist sowohl für dich als auch für deinen neuen Arbeitgeber eine Zeit der Orientierung, die beide Seiten dazu nutzen können, um sich näher kennen zu lernen. Das Arbeitsverhältnis kann während dieser Zeit von beiden ohne Angabe von Gründen und ohne Kündigungsfrist beendet werden. Die Probezeit für Auszubildende beträgt in der Regel vier Monate.

URLAUB IN DER PROBEZEIT

Es existiert keine Regel, die es dir verbietet während der Probezeit Urlaub zu nehmen, allerdings kommen lange Urlaube in dieser wichtigen Zeit der Orientierung bei deinem Arbeitgeber alles andere als gut an. Das Unternehmen möchte natürlich sehen, wie gut du dich entwickelst und dass du mit vollem Eifer in deine Ausbildung einsteigst. Ein Urlaub lässt Zweifel an deiner Motivation aufkommen. Einzelne Tage dagegen stellen in der Regel kein Problem dar, besonders wenn es sich um wichtige familiäre Angelegenheiten handelt oder du Ämter zu durchlaufen hast, bspw. um dich von der Universität zu exmatrikulieren. Diese Termine solltest du allerdings rechtzeitig bei deinem Vorgesetzten ankündigen. Solltest du bereits lange vor deinem Vertragsabschluss eine Reise gebucht haben, ist das gleich zu Beginn der Vertragsunterzeichnung zur Sprache zu bringen.

KRITIK & CO.

Kritik oder Verbesserungsvorschläge über die Firmenstrukturen oder an bestimmten Vorgehensweisen im Unternehmen sollten immer konstruktiv und wohlüberlegt erfolgen. Auch als Auszubildender sollst du deine Meinung und deine Verbesserungsvorschläge mit einfließen lassen, aber immer mit größtmöglicher Sensibilität und an die richtigen Personen adressiert. Zeige, dass du trotz Kritik ein anpassungsfähiger Teamplayer bist und achte darauf, niemanden persönlich anzugreifen oder zu verärgern.

KRANKHEIT IN DER PROBEZEIT

Wenn du krank bist, bist du krank. Wenn du dich trotzdem zur Arbeit quälst und unproduktiv bist und wohmöglich noch deine Kollegen ansteckst, ist niemandem geholfen. Dennoch sollte man abwägen, ob es unbedingt notwendig ist, wegen eines leichten Unwohlseins direkt zum Arzt zu gehen und sich krank schreiben zu lassen.